Kupferschrott ankaufen in ganz NRW – Rohre, Bleche, Schienen, Wickeldraht, Kessel und Späne. Wir sortieren mit Ihnen vor Ort, holen kostenlos ab und zahlen nach Sorte.
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Kupfer ist das wertvollste Material, das in einem normalen Altbau steckt. Eine Sanierung, bei der die alten Wasserleitungen und der Kupferspeicher herausfliegen, bringt schnell einen dreistelligen Betrag – vorausgesetzt, das Material landet nicht im Container mit dem Bauschutt.
Und vorausgesetzt, es ist sortiert. Zwischen blankem Kupferdraht und gemischtem Kupfer mit Lötstellen liegt ein Unterschied, der nichts mit dem guten Willen des Händlers zu tun hat, sondern mit der Hütte: Sortenreines Kupfer geht direkt in die Werkstoffherstellung. Alles andere muss erst durch mehrere pyrometallurgische Stufen – reduzierendes Schmelzen, Konvertieren, Anodenofen, Raffinationselektrolyse. Diese Stufen kosten Geld, und dieses Geld fehlt am Ende im Kilopreis.

Diese Kupfersorten kaufen wir an
- Blanker Kupferdraht – sauber, nicht abgebrannt, unbeschichtet, ab 1 mm Durchmesser. Im Handel häufig „Millberry“ genannt.
- Kupferrohre und Kupferblech – Installationsrohre, Bleche, Zuschnitte, Stanzabfälle. Sauber und unbeschichtet die zweitbeste Stufe.
- Schwerkupfer – massives Material ab 1 mm Stärke: Stromschienen, dickwandige Rohre, Kesselbleche.
- Leichtkupfer – gemischte Rohr- und Blechstücke, Haardraht, Kupfergeräte, Kupferspäne.
- Gemischtes Kupfer („Raff“) – die Auffangsorte: mit Lötstellen, Lackresten, leichten Anhaftungen.
- Kupferlackdraht – Wicklungen aus Motoren, Trafos und Spulen.
- Elektromotoren und Trafos – kaufen wir komplett, wegen der Kupferwicklung. Sie müssen sie nicht zerlegen.
- Kupfer-Messing-Kühler – eigene Sorte, nicht zum übrigen Kupfer legen.
Warum die Sortennamen so verwirrend sind
Hier lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen, weil fast jede Schrottseite im Netz es durcheinanderbringt.
Die deutschen Sortenbezeichnungen stammen aus den Klassifizierungen des Verbands Deutscher Metallhändler und heißen Kabul (blanker Kupferdrahtschrott, mindestens 1 mm, nicht abgebrannt), Kader und Kanal (Kupferdrahtschrott, letzterer ab 0,15 mm und mindestens 94 Prozent Kupfer, frei von verbranntem Draht), Karat (gemischt, höchstens 15 Prozent verzinntes oder verlotetes Material, mindestens 96 Prozent Kupfer), Kerze (neuer Blech- und Rohrschrott ab 0,5 mm), Keule (Schwerkupfer ab 1 mm), Klima (Leichtkupfer, mindestens 88 Prozent, ausdrücklich ohne Kühler) und Komma (Raffiniermaterial ab 80 Prozent Kupfer).
Millberry, Berry, Birch und Cliff sind dagegen keine deutschen Sorten, sondern amerikanische Handelscodes aus den ISRI-Spezifikationen. Sie haben sich im internationalen Handel eingebürgert und stehen deshalb auch auf deutschen Preislisten – aber sie sind keine Norm. (Kurioses Detail am Rande: „Millberry“ ist nicht einmal dort ein offizieller Code; der lautet Barley.)
Praktisch heißt das: Vergleichen Sie nie zwei Preislisten über den Sortennamen, sondern über die Beschreibung – Mindestdurchmesser, Kupfergehalt, erlaubte Anhaftungen. Genau das sagen wir Ihnen vor der Abholung.
Kupferrohre aus Heizung und Bad: was wirklich ab muss
Altrohre aus Sanitär und Heizung gehören zum Besten, was bei einer Sanierung anfällt. Drei Dinge dazu, ehrlich getrennt nach Pflicht und Empfehlung:
- Muss ab: Dämmung. Mineralwolle, Glaswolle, PUR-Schalen und Kautschukschläuche gehören vor der Anlieferung herunter.
- Muss leer sein: Speicher, Kessel und Ausdehnungsgefäße – restlos entleert von Wasser, Glykol und Schlamm.
- Lohnt sich, ist aber keine Pflicht: Messingfittinge und stark verzinnte Lötstellen absägen. Bleiben sie dran, ist es gemischtes Kupfer; sägen Sie sie ab, verkaufen Sie Schwerkupfer. Rechnen Sie selbst, ob sich die Säge für Ihre Menge lohnt.
- Kein Grund zur Sorge: Patina und Kalkablagerungen im Rohr. Beides mindert die Sorte nicht. Bitte nichts abschrubben.

Kupfer erkennen – und der Irrtum mit dem Grünspan
- Farbe. Reines Kupfer ist lachsrot und läuft an der Luft rotbraun an. Aber Vorsicht: Rotguss heißt genau deshalb so, und Messing mit wenig Zink ist ebenfalls rötlich-braun. Die Farbe allein trennt Kupfer nicht von seinen Legierungen.
- Magnet. Hält er, ist es kein Kupfer, sondern Stahl – eventuell verkupferter Stahl. Hält er nicht, wissen Sie nur, dass es kein Eisen ist: Messing, Bronze, Rotguss, Aluminium und Edelstahl sind ebenfalls unmagnetisch.
- Gewicht. Kupfer wiegt 8,92 Kilogramm je Kubikdezimeter. Das trennt es sicher von Aluminium, aber nicht von Messing.
- Die Faustregel am Rohr: Das gerade Rohr ist Kupfer. Alles, was daran gegossen und gedrungen aussieht – Fitting, Ventil, Wasserzähler –, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Rotguss oder Messing und gehört in den anderen Eimer.
Und der Klassiker: Die grüne Schicht auf einem Kupferdach ist kein Grünspan. Grünspan ist Kupferacetat, entsteht mit Essigsäure, ist wasserlöslich und schützt nichts. Die Dachschicht ist Patina aus basischem Kupfersulfat – witterungsbeständig, festhaftend und selbstheilend. Genau deshalb hält ein Kupferdach 60 bis 80 Jahre.
Wo Kupfer typischerweise steckt
Trinkwasser- und Heizungsleitungen (dort neben Stahl, Edelstahl und Kunststoff eines der üblichen Materialien), Kupferdächer und Fassadenbekleidungen, Stromschienen und Sammelschienen in Schaltanlagen, Wicklungen in Motoren, Pumpen und Transformatoren, Solarthermie-Flachkollektoren (heute meist mit Kupferabsorber), Klimaanlagen, Kühler älterer Bauart und Elektroinstallationen. Dachrinnen sind in Deutschland meist Titanzink – wenn sie aber aus Kupfer sind, gehören sie hierher und nicht in den Zinkcontainer.
Speicher und Heizkessel sind übrigens in aller Regel emaillierter Stahl oder Edelstahl, nicht Kupfer – interessant sind dort die kupfernen Wärmetauscher im Inneren.
Was den Kupferpreis bestimmt
Basis ist die Kupfernotierung der London Metal Exchange. Die früher in Deutschland übliche DEL-Notierung für Leitkupfer wurde wegen kartellrechtlicher Probleme bis auf Weiteres ausgesetzt; der letzte Wert stammt vom 11. Februar 2022, ausgesetzt ist sie seit dem 14. Februar 2022. Der Verband Deutscher Metallhändler arbeitet seitdem mit einem modellierten Ersatz-Benchmark, andere Marktteilnehmer mit eigenen Notierungen. Eine amtliche Nachfolgerin gibt es nicht – wer Ihnen „die DEL-Notiz von heute“ nennt, arbeitet mit einer Zahl, die es nicht mehr gibt.
Auf Ihren Kilopreis wirken danach:
- Die Sorte – blank, Rohr und Blech, schwer, leicht, gemischt.
- Beschichtung und Verzinnung – verzinnte und lackierte Ware muss in der Hütte zusätzlich getrennt werden.
- Abgebrannter Draht – fällt aus den Spitzensorten komplett heraus, weil er spröde wird. Kabel abzubrennen ist zudem verboten: Abfälle dürfen nur in zugelassenen Anlagen behandelt werden.
- Anhaftungen – Eisen, Lötzinn, Kunststoff, Öl, Fett.
- Nässe – feuchte Späne wiegen Wasser mit und drücken den ausgewiesenen Kupfergehalt.
Sauber gekauft: warum wir dokumentieren
Kupferdiebstahl ist kein Randthema. Bei der Deutschen Bahn waren es 2023 rund 450 Fälle mit etwa sieben Millionen Euro Schaden – immerhin ein deutlicher Rückgang gegenüber 3.200 Fällen im Jahr 2013, auch weil Händler genauer hinsehen.
Der An- und Verkauf von Altmetall ist in Deutschland ein überwachungsbedürftiges Gewerbe nach § 38 Gewerbeordnung – geprüft wird dabei der Händler, nicht der Kunde. Eine gesetzliche Ausweispflicht ab dem ersten Euro gibt es nicht; die Identifizierungspflichten des Geldwäschegesetzes greifen bei Barzahlungen ab 10.000 Euro. Wir erfassen trotzdem bei jedem Ankauf Name, Anschrift und Material – freiwillig, weil es die ehrlichen Verkäufer schützt. Betriebe erhalten auf Wunsch eine Übernahmebestätigung.
Kupferrecycling in Zahlen
Kupfer verliert beim Recycling keine Qualität – es lässt sich beliebig oft einschmelzen. In Deutschland stammen nach Angaben des Kupferverbands mehr als 45 Prozent des hergestellten Kupfers aus Recyclingmaterial. Rechnet man die lange Lebensdauer der Produkte ein – im Schnitt rund 35 Jahre, bei Gebäuden 60 bis 80 –, ergibt sich eine „echte“ Recyclingrate von fast 80 Prozent. Die Gewinnung aus Sekundärrohstoffen braucht dabei nur etwa 20 Prozent der Energie der Primärgewinnung.
Ihre alte Wasserleitung ist also kein Abfall, sondern ein Rohstoff, der in wenigen Wochen wieder als Draht oder Rohr im Umlauf ist.
Häufige Fragen
Was bringt mehr: blanker Draht oder Kupferrohre?
Blanker, unbeschichteter Draht ab 1 mm Durchmesser steht ganz oben, saubere Rohre und Bleche direkt darunter. Der Grund ist technisch: Sortenreines Kupfer geht direkt in die Werkstoffherstellung, gemischtes muss zusätzlich durch mehrere Schmelz- und Raffinationsstufen.
Muss ich Messingfittinge und Lötstellen von den Rohren absägen?
Müssen nicht, lohnt sich aber. Mit Fittingen und stark verzinnten Lötstellen ist es gemischtes Kupfer, ohne sie Schwerkupfer. Bei kleinen Mengen ist die Arbeitszeit oft teurer als der Unterschied – rechnen Sie ehrlich nach.
Mindert Patina oder Kalk im Rohr den Preis?
Nein. Leichte Patina und innere Kalkablagerungen sind normal und kein Abwertungsgrund. Bitte nichts abschrubben oder beizen – das bringt nichts und kostet nur Zeit.
Muss ich Elektromotoren zerlegen, um an das Kupfer zu kommen?
Nein. Motoren, Trafos und Vorschaltgeräte kaufen wir komplett an – bewertet wird die Kupferwicklung im Inneren. Das Zerlegen überlassen Sie besser der Maschine.
Ist die grüne Schicht auf meinem alten Kupferblech Grünspan?
Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Grünspan ist Kupferacetat und entsteht mit Essigsäure. Was auf Dächern und Blechen wächst, ist Patina aus basischem Kupfersulfat – eine stabile Schutzschicht und völlig unproblematisch für den Ankauf.
Warum verlangen Sie einen Ausweis?
Weil Buntmetalldiebstahl ein reales Problem ist – allein bei der Deutschen Bahn gab es 2023 rund 450 Fälle mit etwa sieben Millionen Euro Schaden. Eine gesetzliche Ausweispflicht ab dem ersten Euro gibt es nicht; die Identifizierungspflicht des Geldwäschegesetzes greift erst ab 10.000 Euro Bargeld. Wir prüfen trotzdem immer – freiwillig, zum Schutz der ehrlichen Verkäufer.
Ab welcher Menge holen Sie Kupfer ab?
Ab rund 100 Kilogramm holen wir kostenlos ab und zahlen aus. Auch bei weniger lohnt sich ein Anruf: Kupfer hat einen hohen Materialwert, und oft passt es in eine laufende Tour.
Häufig liegt daneben auch Messing und Rotguss – Armaturen, Ventile und Fittings sammeln Sie am besten getrennt. Isolierte Leitungen finden Sie unter Kabelschrott, Wickeldraht im eingebauten Zustand unter Elektromotoren und Trafos. Eine Übersicht aller Materialien gibt es unter Metallankauf, unser Abholgebiet unter Schrottabholung in NRW, die Konditionen für Betriebe unter Schrottabholung für Gewerbe.
Ab welcher Menge wir abholen
Bei Kupfer liegt die Schwelle niedrig, weil der Materialwert hoch ist. Zum Vergleich die Mengen für alle Metalle:
| Mischschrott, Eisen und Stahl | ab 1 Tonne | kostenlose Abholung – eine große Menge, etwa ein voll beladener Transporter |
| Kupfer und Kupferkabel | ab 100 kg | Abholung und Auszahlung – sortenrein getrennt lohnt es sich am meisten |
| Messing und Rotguss | ab 100 kg | Abholung und Auszahlung – Armaturen, Ventile, Fittings, Beschläge |
| Aluminium und Zink | ab 250 kg | Abholung und Auszahlung – Profile, Felgen, Fensterrahmen, Bleche, Dachrinnen |
| Edelstahl (V2A / V4A) und Blei | ab 500 kg | Abholung und Auszahlung – Spülen, Geländer, Tanks, Bleibleche, Bleirohre, Kabelschälblei |
Altfahrzeuge und Schrottautos: Ein Altfahrzeug darf nach der Altfahrzeug-Verordnung nur an eine anerkannte Annahme- oder Rücknahmestelle oder an einen anerkannten Demontagebetrieb übergeben werden – nur dort erhalten Sie den Verwertungsnachweis, den die Zulassungsstelle für die Abmeldung verlangt. Wir sind kein anerkannter Demontagebetrieb und nehmen deshalb keine Altfahrzeuge an. Ausgebaute Metallteile kaufen wir dagegen an: Alufelgen (ohne Reifen), Bremsscheiben, Kupfer-Messing- und Alu-Kühler, Katalysatorgehäuse aus Stahl, Auswuchtgewichte sowie trockengelegte Motor- und Getriebegehäuse.
Hinweis für Privatkunden. Die Mengen sind eine Orientierung, keine Hürde. Bei Kupfer lohnt sich ein Anruf fast immer – auch bei 20 oder 30 Kilo, weil es oft in eine laufende Tour passt. Wenn nicht, bekommen Sie von uns eine ehrliche Auskunft statt eines leeren Versprechens.
Kupfer aus Betriebsauflösung, Werkstattauflösung und Insolvenz
Bei einer Betriebsauflösung fällt Kupfer selten als sauberer Haufen an: Es steckt in Installationsrohren, in Wicklungen von Motoren und Trafos, in Sammelschienen und Schaltanlagen, in Kabeltrassen und Kühlern. Wir demontieren das mit eigenen Leuten, trennen vor Ort so weit es geht und kaufen es sortiert an – denn der Unterschied zwischen blankem Kupfer und Mischposten entscheidet über den Preis.
Altöl, Kältemittel, Elektroaltgeräte, Asbest und Altfahrzeuge übernehmen wir nicht; dafür vermitteln wir zertifizierte Fachbetriebe. Verwogen wird auf einer geeichten Waage, den Wiegeschein bekommen Sie zu Ihren Unterlagen, und bezahlt wird bei Abschluss der Vereinbarung. Für Insolvenzverwalter nennen wir Verwertungserlös und Räumungsaufwand getrennt. Alles Weitere steht unter Betriebsauflösung und Insolvenzverwertung.
Kupfer bewerten lassen
Ein Foto sagt mehr als jede Beschreibung: Daran erkennen wir Sorte und ungefähre Menge sofort – und sagen Ihnen, ob sich das Trennen lohnt.
Schrott-Metall-Ankauf.de
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